
Wie können wir die demokratische Mitsprache stärken?
Bürger:innenbeteiligung ist das Herzstück einer lebendigen Demokratie. Das Bedürfnis, sich aktiv an der Gestaltung und Entwicklung der Stadt zu beteiligen, ist in den letzten Jahren zudem stetig gewachsen. Daher möchte die Stadt Innsbruck die Mitsprachemöglichkeiten und den Dialog mit der Bevölkerung weiter ausbauen.
Um noch mehr Menschen zu erreichen und ein besseres Bild zu bekommen, wie demokratische Mitbestimmung in Innsbruck wahrgenommen wird, öffnen wir diese Umfrage erneut. Wir wollen wissen:
Wie gut fühlst du dich informiert und eingebunden? Wie können wir die demokratische Mitsprache in Innsbruck stärken? Was ist dir in Bezug auf das Thema Bürger:innenbeteiligung wichtig?
Sag uns deine Meinung und hilf mit, die Beteiligungsstrategie der Stadt Innsbruck weiterzuentwickeln!
Die Teilnahme an der Umfrage ist anonym und dauert ca. 4 Minuten. Die Ergebnisse werden auf dieser Seite veröffentlicht.
Vielen Dank fürs Mitmachen!

Diese Umfrage ist bereits abgeschlossen.
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Phasen
Ergebnisse
Ergebnisse der Umfrage
Hier findest du die Ergebnisse der Online-Umfrage. Insgesamt haben 120 Personen teilgenommen.
Zusammenfassung
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen ein starkes Bedürfnis nach ernsthafter und wirksamer Beteiligung an politischen und strategischen Fragen der Stadt, mit echter Einflussnahme auf die politische Agenda und die Stadtentwicklung. Viele der Befragten wünschen sich, dass Ergebnisse aus Beteiligungsprozessen und Vorschläge berücksichtigt und tatsächlich umgesetzt werden.
Es besteht zudem ein klarer Wunsch nach Transparenz und Information zu Vorhaben und Entscheidungen der Stadt - auch dann, wenn Vorschläge oder Projekte nicht umgesetzt werden können.
Mit Blick auf die Zukunft beschäftigen die Teilnehmenden vor allem die Themen Klimaschutz und nachhaltige Stadtentwicklung, leistbares Wohnen, Mobilität und Verkehr sowie der soziale Zusammenhalt.
Die Befragten wünschen sich innovative, interaktive und niederschwellige Beteiligungsformate und die Einbindung unterschiedlicher Zielgruppen (etwa Jugendliche und ältere Menschen). Besonders auf Stadtteilebene sollte die Bevölkerung mehr beteiligt werden (z.B. Stadtteilgespräche, Stadtteilumfragen, Stadtteilversammlungen).
Die Möglichkeit sich online einbringen zu können, wird als besonders wichtig wahrgenommen. Die Mehrheit der Befragten will sich auf der digitalen Beteiligungsplattform einbringen.
Gleichzeitig wird deutlich, dass viele der Befragten grundsätzlich bereit sind, sich zu beteiligen, jedoch oft nicht genau wissen, wie sie sich einbringen können.

Bürger:innenbeteiligung in Innsbruck
Weißt du, wie du dich mit deinem Anliegen bei der Stadt Innsbruck einbringen kannst?
55% der Befragten wissen nicht genau, wie sie sich mit ihrem Anliegen bei der Stadt Innsbruck einbringen können. 11% der Befragten ist nicht klar, wie sie ein Anliegen einbringen können.
Nur etwa ein Drittel der Befragten kennt die Möglichkeiten, wie man sich mit einem Anliegen bei der Stadt einbringen kann.

Wie stark willst du persönlich in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden?
Mehr als die Hälfte der Befragten (56%) gibt an, dass sie verstärkt in politische Entscheidungsprozess eingebunden werden will. Es reicht aus ihrer Sicht nicht aus, dass stadtpolitische Themen nur in den politischen Gremien ausgehandelt werden. 43% der Befragten sind der Meinung, dass Politiker:innen dazu gewählt sind, Entscheidungen zu treffen, sollten sich jedoch regelmäßig Feedback von Bürger:innen einholen. Weniger als 2% der Befragten finden, dass es keine zusätzliche Beteiligung der Bevölkerung braucht.
Wie können wir die Mitsprache in Innsbruck verbessern? Wie kann die lokale Demokratie gestärkt werden?
Vielfältigere Beteiligungsformate
Aktive Einbindung der Bevölkerung in Entscheidungsprozesse über Umfragen, Abstimmungen, direkte Demokratie (z. B. Volksbefragungen), Bürger:innen-Räte, Partizipative Budgets und niederschwellige Angebote wie Stadtteiltreffen, Diskussionsabende, Workshops
Mehr Information & Transparenz
Frühzeitige und bessere Kommunikation zu Projekten, Entscheidungsprozessen und deren Hintergründen, insbesondere bei größeren Projekten und Veränderungen im Stadtteil
Einbindung aller Bevölkerungsgruppen
Mehr Mitsprache und Austauschmöglichkeiten für alle Bevölkerungsgruppen, unabhängig von Staatsbürgerschaft, Alter oder Beeinträchtigung, verstärkte Zusammenarbeit mit Vereinen und Schulen
Bewerbung der digitalen Beteiligungsplattform
Verstärkte Bekanntmachung der digitalen Beteiligungsplattform als Möglichkeit der Mitsprache
Am häufigsten wurden folgende Beteiligungsmöglichkeiten genannt: „Umfragen“ (27x), „Abstimmungen & Volksbefragungen“ (13x) und „Bürgerräte“ (11x).
Zitate aus der Umfrage:
„Abstimmungen nicht nur zu Orchideen-Themen - mich interessiert weniger, zu der Frage eingebunden zu werden, ob ein Spielplatz mit oder ohne Rutsche gebaut werden soll oder am Baggerssee zwei oder drei Bäume gepflanzt werden sollen, sondern vielmehr in politisch-strategischen Fragen mitgestalten zu können.“
„Ich habe das Gefühl dass die unangenehmen Themen nicht an die Bürgerinnen getragen wird. Bessere Einbindung von schwierigen Fragen. Jeder möchte natürlich einen grüneren Park.“
„…lieber wenig ‚echte‘ Beteiligungsprozesse, als viele Schein-Beteiligungsprozesse - nicht nur Erwachsene in Partizipationsprozesse einbinden, sondern auch Kindern und Jugendlichen die Teilhabe ermöglichen. Das gilt übrigens auch für Menschen mit Beeinträchtigung, denn Peers sind die ExpertInnen ihrer Lebenswelten. – ‚raus zu den Menschen gehen‘“
„Genau durch solche Plattformen wie diese. Danke.“
Welche Themen beschäftigen dich, wenn du an die Zukunft denkst?
In den Antworten zeigt sich ein starker Wunsch nach einer sozial gerechten, klimafitten, grünen und lebenswerten Stadt mit bezahlbarem Wohnraum, guter Mobilität und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Mit Blick auf die Zukunft beschäftigen die meisten Befragten die Themen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit, Wohnen und Leistbarkeit, Mobilität und Verkehr sowie Soziales und Zusammenhalt.

Nachhaltige Stadtentwicklung, Klimawandel, hohe Mietpreise, Wohnungsnot, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und die Reduktion des Individualverkehrs sowie die Bekämpfung von Ungleichheiten und soziale Gerechtigkeit sind häufig genannte Themen.
Sicherheit wird mehrfach angesprochen, sowohl im Sinne von sozialem Frieden als auch im Kontext von Extremismus und Rechtsruck. Mehrere Antworten äußern Sorgen über gesellschaftliche Spaltung, Demokratie und den Einfluss sozialer Medien.
Weitere häufige Themen sind Gesundheit und Pflege, Familienfreundlichkeit und Kinderbetreuung sowie die Herausforderungen durch steigende Lebenshaltungskosten und Inflation. Einzelne Stimmen betonen die Bedeutung von Kunst, Kultur und Subkultur, Digitalisierung und innovative, nachhaltige Entscheidungen.
So häufig wurden die Themen genannt:
- Klima/Umwelt/Nachhaltigkeit (38)
- Wohnen/Leistbarkeit (28)
- Mobilität/Verkehr (23)
- Soziales/Gesellschaftlicher Zusammenhalt (18)
- Bildung (10)
- Gesundheit/Pflege (9)
- Demokratie/Politik (8)
- Wirtschaft/Arbeit (6)
- Sicherheit (6)
- Kinder/Familie (6)
- Kultur/Freizeit (5)
- Digitalisierung/Technologie (5)

Hinweis: Manche Themen überschneiden sich, wurden aber nach dem Hauptbegriff gezählt. Manche Antworten enthalten mehrere Themen und wurden entsprechend mehrfach gezählt.
Sich als Bürger:in einbringen
Wie würdest du dich gerne mit deiner Meinung einbringen?
Fast alle Befragten (96%) geben an, dass sie ihre Meinung gerne online einbringen wollen, 61% der Befragten bei Veranstaltungen vor Ort.
Manche der Befragten wünschen sich direkte Gespräche mit der Politik, Bürger:innenräte, Umfragen, Bürger:innenbefragungen in Wahllokalen oder mehr Vernetzungsmöglichkeiten wie die Beteiligungsplattform.
Zu welcher Zeit würdest du am ehesten an einer Beteiligungsveranstaltung teilnehmen?
Die Mehrheit der Befragten (60%) würde am ehesten unter der Woche am Abend an einer Beteiligungsveranstaltung teilnehmen, knapp ein Viertel der Befragten ist zeitlich flexibel oder hätte am Freitag Nachmittag oder Abend Zeit. 21% der Befragten würden auch am Wochenende an einer Beteiligungsveranstaltung teilnehmen. Nur wenige hätten dafür gar keine Zeit.
Kennst du dein Recht, bei der Stadt Innsbruck eine Petition einzubringen?
Die Hälfte der Befragten hat schon mal vom Recht der Bürger:innen gehört, bei der Stadt Innsbruck eine Petition einzubringen, weiß aber nichts Genaueres darüber. Fast einem Drittel (31%) der Befragten ist dieses Recht nicht bekannt. 19% geben an, dass sie sich mit diesem Recht auskennen.
Die Beteiligungsplattform
Wie gefällt dir die Beteiligungsplattform?
Fast 90% der Befragten gefällt die Plattform gut oder finden sie eine tolle Möglichkeit. 42% finden die Plattform gut, 2% gefällt sie nicht und 6% geben an, dass ihnen die Plattform gar nicht gefällt.

Hast du Lust, dich auch in Zukunft über die Beteiligungsplattform einzubringen?
Die Mehrheit der Befragten (77%) gibt ein, dass sie Lust haben, sich auch in Zukunft über die Beteiligungsplattform einbringen zu wollen. Rund ein Viertel der Befragten (23%) ist sich noch nicht sicher.
Was sind deine Erwartungen an diese Plattform?

Die häufigsten Erwartungen der Teilnehmenden an die Plattform sind, dass eingebrachte Ideen und Vorschläge ernst genommen, diskutiert und möglichst auch umgesetzt werden. Viele wünschen sich Rückmeldungen und Transparenz über den weiteren Verlauf und die Umsetzung der Vorschläge.
Ein weiteres zentrales Thema ist die echte Mitsprache und Beteiligung der Bürger:innen durch einen niederschwelligen Zugang und das Gefühl, gehört zu werden.
Viele betonen, dass sie sich nur dann beteiligen, wenn sie das Gefühl haben, gehört zu werden und ihre Anliegen tatsächlich Einfluss auf Entscheidungen haben.
Mehrere Beiträge fordern regelmäßige Informationen, Updates und eine transparente Kommunikation über Prozesse, Abstimmungsmodalitäten und Ergebnisse.
Einige wünschen sich innovative und kreative Ansätze, mehr Werbung für die Beteiligungsplattform sowie technische Verbesserungen bei der Bedienung und Moderation.
Vereinzelt gibt es Skepsis, ob die Plattform tatsächlich Wirkung zeigt oder ob die Vorschläge im Sande verlaufen. Einige betonen, dass auch erklärt werden sollte, warum bestimmte Vorschläge nicht umgesetzt werden können.
Manche wünschen sich, dass die Plattform viele Menschen erreicht und von der Bevölkerung akzeptiert wird.
Platz für Anmerkungen
Hier ist Platz für weitere Anmerkungen zur Bürger:innenbeteiligung in Innsbruck
Insgesamt zeigt sich der Wunsch nach echter Beteiligung, Transparenz, breiter Zugänglichkeit und einer stärkeren Bekanntmachung der Plattform.
Viele Rückmeldungen betonen die Wichtigkeit von Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Prüfung und Umsetzung von Vorschlägen. Es wird mehrfach gefordert, dass abgelehnte Ideen mit klaren und verbindlichen Begründungen kommuniziert werden. Ebenso wird kritisiert, wenn Bürgerbeteiligung als reine Formalität wahrgenommen wird und keine echten Ergebnisse folgen.

Mehrere Beiträge wünschen sich eine stärkere Bekanntmachung und Bewerbung der Beteiligungsplattform, damit mehr Bürger:innen teilnehmen.
Die Notwendigkeit von alternativen und niederschwelligen Beteiligungsformen wird betont, um auch Menschen ohne Internetzugang bzw. digital weniger affine Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen oder Kinder und Jugendliche zu erreichen.
Mehrere Rückmeldungen loben die Initiative und das Konzept der Beteiligungsplattform als wichtigen Schritt für mehr Demokratie und Verantwortungsübernahme. Es wird zudem Wert darauf gelegt, dass Diskussionen objektiv und ausgewogen geführt werden.
Wenn ich einen Wunsch zum Thema Bürger:innenbeteiligung frei hätte, wäre das...
Viele Teilnehmende wünschen sich, dass die Ideen und Bedürfnisse der Bürger:innen ernsthaft berücksichtigt und tatsächlich umgesetzt werden. Es wird mehrfach gefordert, dass die Bürger:innen frühzeitig und regelmäßig in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und die Kommunikation über Beteiligungsmöglichkeiten sowie die Umsetzung von Vorschlägen verbessert wird.

Mehrere Beiträge sprechen sich für die Etablierung von Bürger:innenräten aus. Auch die Stärkung lokaler Initiativen als Partner:innen der Bürger:innenbeteiligung wird genannt.
Viele wünschen sich niedrigschwellige, digitale und interaktive Beteiligungsformate wie Apps, Diskussionsforen und moderierte Gruppen.
Thematisch werden oft bezahlbarer Wohnraum, sichere Radwege und Verbesserungen im öffentlichen Verkehr genannt.
Weitere Wünsche sind eine größere Beteiligung möglichst vieler Bürger:innen, transparente Entscheidungsprozesse, weniger ideologische und mehr sachliche Diskussionen sowie eine stärkere Berücksichtigung langfristiger Interessen der Stadtbevölkerung.
Wer hat an der Umfrage teilgenommen?
Insgesamt haben an der Umfrage auf der Beteiligungsplattform 120 Personen teilgenommen.
52% der Teilnehmenden waren Männer, 46% waren Frauen und 2% waren Personen anderen Geschlechts.
Die größte Teilnehmer:innen-Gruppe ist die Altersgruppe der 30-39-Jährigen (33%), die zweitgrößte die Gruppe der 50-59-Jährigen (24%) und die drittgrößte die Gruppe der 40-49-Jährigen (16%).

