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Urbanes Grünpotential zwischen Landhausplatz und Boznerplatz

Von "Du hast einen Vorschlag?"

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Die Neugestaltung des Boznerplatzes hat mit dem Schwammstadt-Prinzips und der Pflanzung vieler großer Gleditschien sehr positive stadtklimatische Akzente gesetzt. Dennoch zeigt die anhaltende öffentliche Diskussion über die Gestaltung rund um den Rudolphsbrunnen eine große Diskrepanz zwischen der technischen Performance des Platzes und der subjektiven Wahrnehmung vieler Bürger:innen. Wie bereits seit Jahren bei der Kritik am Landhausplatz zu beobachten ist, wird auch am Boznerplatz der Mangel an sichtbarem bodennahen Grün beklagt. Die Menschen sehnen sich in der stark versiegelten Stadt nach dem psychologischen Kühleffekt und der ästhetischen Wirkung von Grünflächen, auch wenn deren rein ökologischer Wirkungsgrad im Vergleich zu Bäumen oft überschätzt wird.

Genau hier bietet die südliche Wilhelm-Greil-Straße, im Anschluss an den Boznerplatz, ein enormes Potential für eine pragmatische und schnelle Aufwertung durch flachwurzelnde Wiesen- und Staudenfläche. Aktuell wird die Asphaltfläche hauptsächlich als Umkehrplatz für den motorisierten Individualverkehr genutzt.

Das Ziel dieses Vorschlag soll eine Maßnahme sein, die sofort Wirkung zeigt. Der Asphalt wird aufgebrochen, das Substrat wird im erforderlichen Umfang ausgetauscht oder verbessert, und eine standortgerechte, robuste, flachwurzelnde Mischung wird eingesät.

Ein oft angeführtes technisches Hindernis für Begrünungsmaßnahmen ist die dichte Belegung des Untergrunds mit Versorgungsleitungen. Dieses Argument sollte hier jedoch nicht greifen. Während die Pflanzung von Bäumen aufgrund ihres tiefgehenden Wurzelwerks oft teure Leitungsumlegungen erfordert, ist dies bei flachwurzelnden Wiesen- und Staudengewächsen kein Problem. Diese Pflanzen nutzen lediglich die oberste Bodenschicht und stellen somit keine Gefahr für die darunterliegende Infrastruktur dar. Somit liegt ein entscheidender Vorteil dieses Vorschlags in der verhältnismäßig kostengünstigen Realisierbarkeit in Zeiten der Budgetkrise.

Die Verlegung oder flächensparende Reorganisation des Umkehrplatzes würde wertvollen Raum für die Menschen zurückgewinnen. Der Bereich soll zu einer einladenden, grünen Visitenkarte für den Boznerplatz und Landhausplatz werden. Einsatzfahrzeuge sollen im Notfall über einen Radweg zufahren können. Stadtklimatisch soll die entsiegelte Fläche die Strahlungstemperatur des Bodens drastisch senken und somit die Hitzeabstrahlung im Sommer reduzieren. Dies stellt eine ideale Ergänzung zum Schwammstadt-Konzept der neuen Bäume dar.

Um die Widerstandsfähigkeit der Grünfläche zu garantieren, können wir uns an modernen französischen Städten orientieren und auf eine gezielte Mischung aus trockenheitsresistenten Stauden, Gräsern und Kräutern setzen. Diese „Ready-to-use“-Pflanzgemeinschaften kommen mit minimaler Bewässerung aus, da sie durch ihre dichte Bodenabdeckung die Verdunstung reduzieren und dank ihrer flachen, aber feinverzweigten Wurzelsysteme selbst in versiegelten Räumen ohne Konflikte mit der unterirdischen Infrastruktur prächtig gedeihen.

Gerade angesichts der langjährigen Kritik an der "Vergrauung" zentraler Stadtplätze wäre diese schnelle und sichtbare Begrünungsmaßnahme ein starkes und positives Signal auf die öffentliche Kritik einzugehen. Sie würde zeigen, dass Bürger:innenanliegen ernst genommen werden und dass wir als Stadt in der Lage sind, auch unbürokratische, effektive Lösungen für mehr Lebensqualität im urbanen Raum umzusetzen.

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Letztes Update: 31. März 2026

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