Stadtbibliothek als niederschwellige Anlaufstelle für Erstinformation und Beratung nutzen
Von "Deine Ideen für psychische Gesundheit"
Zum Projekt
Die Bevölkerung von Innsbruck ist mit denselben Problemen wie viele urbane Zentren konfrontiert, wie zum Beispiel wachsende Stressbelastung im Alltag (Job, Wohnsituation, persönliche Konflikte, finanzielle Sorgen etc. etc. etc.), zunehmende Vereinsamung, Überlastung und Zukunftsängste. Die Liste ließe sich noch fortsetzen, aber die zentrale Frage ist: Was kann die Innsbrucker Stadtregierung dafür tun, um den Menschen ihre Sorgen und Ängste zu erleichtern? Um die psychische Gesundheit der Innsbrucker Stadtbevölkerung zu unterstützen sollte man sich andere Großstädte als Beispiel ansehen, wie z.B. das Bibliotheksprojekt in Kanada. Bei diesem Projekt übernehmen öffentliche Bibliotheken zunehmend Aufgaben, die über den reinen Buchverleih hinausgehen. Büchereien sollen dabei als einladende, zugängliche und vertrauenswürdigende Lebensorte fungieren, die den sozialen Zusammenhalt stärken indem sie: Sozialarbeiter beschäftigen, Gesundheitsinformationen bereitstellen, als niederschwellige Anlaufstellen für Menschen in Krisen dienen und marginalisierte Bevölkerungsgruppen unterstützen. Derartige Projekte gibt es auch in Australien und Schweden und sie zeigen erste beachtliche Erfolge. Diese Idee könnte man in der neuen Stadtbibliothek ebenso umsetzen. Die neue Stadtbibliothek könnte als erste Informationsstelle für Gesundheitsberatung dienen, bei der man sich eine generelle Übersicht über die zahlreichen, bereits bestehenden Angebote einholen und sich beraten lassen kann. Die Stadtbibliothek als Anlaufstelle eignet sich daher besonders gut, da es weniger Hemmnisse gibt eine öffentliche Bibliothek zu betreten als ein klinisches Gesundheitszentrum. Außerdem könnten die Räumlichkeiten in Kooperation mit der Universität Innsbruck für populärwissenschaftliche Vorträge zu psychischer Gesundheit genutzt werden, die ein breites Publikum ansprechen. Die Stadtbibliothek könnte also ein erster Anlaufpunkt für Menschen werden, denen zu Hause „die Decke auf den Kopf fällt“ oder die „einfach nicht mehr weiterwissen“. Denn für viele Menschen ist leichter, einfach in die Bibliothek zu gehen als auf „ein Amt“ oder „in ein Gesundheitszentrum“, das sie meist (grundlos) fürchten und Hemmungen verspüren dort Hilfe zu suchen.
