Nah beinand
Von "Deine Ideen für psychische Gesundheit"
Zum Projekt
Idee: 3-8 Menschen, die in der Nähe wohnen, treffen sich regelmäßig und bilden einen Anker im Leben der anderen
Begegnung steigender psychischer Belastung:
Die Idee orientiert sich an den "Moai" aus Japan. Kurz gesagt, soll jeder in Innsbruck 3-8 Personen haben, die regelmäßig da sind.
Kleine Gruppen treffen sich regelmäßig (1x/Woche oder 1x/Monat) und verschönern sich den Alltag, zB durch gemeinsames Essen, spazieren, reden, etc. Motto: Man muss nichts machen, nur da sein.
Die Personen wohnen max. 15 Gehminuten auseinander, damit der Aufwand gering gehalten wird. Die Anonymität der Stadt sinkt und man lernt die Nachbarn kennen. Man fühlt sich zugehörig durch die kleine aber stabile Gruppe. Die Treffen finden regelmäßig statt, am besten über Jahre und werden zum Ritual. Auf Rituale kann man sich verlassen und sie bieten eine Anker, einen Ort, wo man nicht denken muss und sich nicht dem Stress des Alltags aussetzen muss.
Man kann jederzeit in eine Gruppe einsteigen, jedoch sollte diese klein bleiben, damit die Anonymität wegfällt und jeder Verantwortung für die Gruppe trägt.
Wie kann die Stadt Innsbruck unterstützen?
Die Stadt kann die Aktion sichtbar machen und das Finden von Gruppen vereinfachen, zB über eine Plattform (Finde deine Gruppe) oder über direkte Zuweisungen (freiwillig natürlich) und Einladungen zu Gruppen, was gerade für ältere Personen oder nicht-digital-affine Personen einfacher wäre. Auch können Leute selbst eigene Gruppen gründen mit Freunden, etc.
Die Stadt kann Ideen liefern für gemeinsame Aktivitäten, oder Best-Practice-Beispiele, um die Skepsis und Einstiegshürden zu senken, sie kann spezielle Spazierwege organisieren mit Tafeln auf denen Gesprächsthemen (Fragen) stehen, etc.
Warum das Ganze?
Psychische Gesundheit entsteht im Alltag und in Städten kommt oft die Einsamkeit dazu. Das Projekt erreicht verschiedene Menschen, auch jene, die nie eine derartiges Angebot gesucht hätten. Langfristig sollen so stabile, soziale Netzwerke aufgebaut werden und vorsorglich die psychische Gesundheit stärken.
Wenn wir jetzt nichts verändern, wächst die Einsamkeit weiter und wir verlieren das Gefühl dazuzugehören. Und dabei sollte jede und jeder in Innsbruck 3-5 Menschen in der Nähe haben, die verlässlich da sind.
