Zum Hauptinhalt wechseln
Stadt Innsbruck Startseite

Brückenschlag 6020: Vernetzt durch alle Lebensphase

Von "Deine Ideen für psychische Gesundheit"

Zum Projekt

Brückenschlag 6020 ist eine stadtweite Initiative, die psychische Entlastung schafft, indem sie die wertvollen Ressourcen verschiedener Lebensphasen in Innsbruck verknüpft. Das Projekt etabliert ein organisiertes Mentoring- und Nachbarschaftssystem, das weit über klassische Hilfe hinausgeht: Senior:innen unterstützen Familien und Alleinerziehende bei der Kinderbetreuung oder stehen Lehrlingen mit ihrer Lebenserfahrung zur Seite. Im Gegenzug helfen Studierende oder junge Eltern den Senior:innen bei digitalen Hürden, Behördengängen oder im Alltag. Es entsteht ein inklusiver Kreislauf, der Studierende, Lehrlinge, Alleinerziehende und Senior:innen gleichermaßen einbindet und echten sozialen Rückhalt bietet.

Wie können wir den steigenden psychischen Belastungen begegnen?

Psychische Belastungen treffen oft jene am härtesten, die sich Unterstützung nicht leisten können. Gerade Familien und Alleinerziehende stehen unter enormem Druck durch Mental Load und fehlende Betreuungssysteme, verfügen aber oft nicht über die finanziellen Mittel für private Hilfe. Gleichzeitig vereinsamen viele Senior:innen, was nachweislich zu Depressionen und körperlichen Leiden führt. Wir begegnen dem durch kostenlose Prävention durch Gemeinschaft. Wenn eine Leih-Oma aus der Nachbarschaft Zeit schenkt, sinkt das Stresslevel der Eltern massiv. Wenn ein Senior sein Wissen an einen Lehrling weitergibt, steigert das seine Selbstwirksamkeit. Wir verwandeln Isolation in Teilhabe und finanzielle Barrieren in soziale Brücken.

Was können wir in Innsbruck tun, um Gemeinschaften zu stärken?

Wir nutzen das Potenzial unserer Stadtteile, um anonymes Nebeneinander in aktive Nachbarschaft zu verwandeln. Durch das „Tandem-Prinzip“ schaffen wir verbindliche Patenschaften zwischen den Generationen. Ob der Student, der beim Wocheneinkauf hilft, oder die ehemalige Lehrerin, die Nachhilfe gibt – wir sorgen füreinander, indem wir Zeit und Kompetenzen tauschen. Das stärkt das soziale Immunsystem Innsbrucks und macht uns als Stadtgesellschaft resilienter gegen Krisen, indem wir ein Netz knüpfen, das auch jene auffängt, die sonst durch das Raster fallen würden.

Wie kann uns die Stadt Innsbruck dabei unterstützen?

Die Stadt Innsbruck fungiert als strategische Partnerin und Finanzgeberin, um die Professionalität und Sicherheit dieses sozialen Netzes zu gewährleisten. Während wir als erfahrene Organisation die operative Gesamtkoordination übernehmen können, da wir bereits längere Zeit an der Umsetzung dieses Projekts arbeiten (Matching der Tandems, Hintergrundchecks, fachliche Begleitung und Krisenintervention), benötigt die Umsetzung eine verlässliche Finanzierung durch die Stadt. Die Förderung umfasst:

  • Personalkosten: Finanzierung der Koordinationsstelle für das operative Management, um die Qualität und Sicherheit (v.a. bei Kinderbetreuung) zu garantieren.
  • Infrastruktur: Unterstützung bei der Nutzung städtischer Räumlichkeiten (z.B. Stadtteiltreffs) für Vernetzungsformate.
  • Niederschwelliger Zugang: Sicherstellung, dass das Angebot für alle Innsbrucker:innen kostenfrei bleibt, um gerade finanziell belastete Familien und einsame Senior:innen zu erreichen.

Offizielle Updates

Letztes Update: 19. März 2026

Kommentare

Teilen

Gepostet von

Aktueller Status

vorgeschlagen