Löwenhaus
Das Objekt befindet sich am Rennweg 12a im Stadtteil Saggen. Die kombinierte Toiletten- und Radwaschanlage dürfte vielen Bikerinnen und Bikern bekannt sein – spätestens nach einer intensiven Tour auf den Nordketten-Trails.
Direkt in der Nähe des Inns und nur wenige Schritte von der Hungerburgbahn-Station Löwenhaus entfernt liegt sie zwischen den Fuß- und Radwegen und ist auch für Tourist:innen ein beliebter Stopp. Somit ist der Standort Löwenhaus ein durchaus prominenter Spot im Stadtbild.





Alle wichtigen Infos im Überblick
Phasen
Entwurf
Das Design wird umgesetzt und gestaltet. Bis Anfang August 2026 soll das Kunstwerk beim Löwenhaus fertig sein!
Dieser Entwurf hat gewonnen:
„Urban Fragments - One city, two perspectives, countless fragments" von Ece Rana Güzel Yilmaz & Burak Alp Yilmaz

Über die Künstler:innen
Ece Rana Güzel Yilmaz
Innenarchitektin und Designerin. Sie schloss ihr Studium an der Fakultät für Architektur der Haliç-Universität in Istanbul im Jahr 2024 mit Auszeichnung ab. Während ihrer akademischen Laufbahn erzielte sie Erfolge in verschiedenen Designwettbewerben. Nach ihrem Abschluss absolvierte sie ein Erasmus-Praktikum im Architekturbüro X-Studio in Las Palmas de Gran Canaria, Spanien. Anschließend setzte sie ihre berufl iche Laufbahn in Antalya fort. Seit Dezember 2025 lebt und arbeitet sie in Innsbruck. Sie ist in verschiedenen Gestaltungsdisziplinen tätig und strebt danach, ihre kreativen Arbeiten mit der besonderen Atmosphäre von Innsbruck zu verschmelzen.
Burak Alp Yilmaz
Der gebürtige Innsbrucker Burak fungiert als Berater für urbanen Kontext und lokale Identität innerhalb des Projekts. Durch seine lokale Perspektive zielt er darauf ab, das Projekt “Urban Fragments” als eine urbane Intervention zu gestalten, die in direktem Dialog mit den Bürgern von Innsbruck steht. Dank seiner technischen Expertise verantwortet er die Überprüfung und Steuerung der Ausführungsplanung. Derzeit ist er bei Obst-Gemüse Niederwieser tätig.
Was steckt hinter dem Entwurf?
“Urban Fragments” ist eine urbane Intervention, die die vielschichtige Identität Innsbrucks durch eine moderne geometrische Sprache neu interpretiert. Das Projekt entspringt der Synthese zweier unterschiedlicher Perspektiven: Einer Synergie zwischen dem lokalen Gedächtnis, das die Stadt von Geburt an kennt, und der Neugier einer Entdeckerin, die die Stadt neu für sich erschließt.
Bei der Konzeption des Projekts standen auf Forschung basierende Leitbegriffe im Fokus: symbolische Architektur, ländliches Erbe, urbane Eleganz und lokale Authentizität.
An der größten Wand der Südseite haben wir die symbolträchtige Architektur Innsbrucks thematisiert. Lokale Architektur wurde hierbei nicht nur als Bausubstanz betrachtet; auch die Charaktere, die das Wesen von Innsbruck prägen, sind Teil dieser Auseinandersetzung.
Die Ostseite befindet sich aufgrund der räumlichen Gegebenheiten in einer geschützten Lage. Basierend darauf wurde entschieden, an dieser Wand das Narrativ des – schützenswerten – ländlichen Erbes darzustellen.
An der Nordseite wurde eine Reduktion der Formen und Farben vorgenommen, um die Dichte der Elemente zu variieren; hier liegt der Fokus auf urbaner Eleganz.
An der Westseite verweisen die gewählten Farben auf die nahegelegene Seilbahnstation und schaffen so eine formale Einheit mit den großen Cortenstahl-Elementen im Waschbereich. Der Entwurf ist bestrebt, alle Jahreszeiten Innsbrucks in sich zu vereinen.
Text von Ece und Burak





