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Mathias Schweighofer

Mitglied seit 16. Januar 2025

Alle von diesem Teilnehmenden eingereichten Beiträge

Es sind 9 Projekte verfügbar.
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Bike & Bloom: Begrünte Fahrradboxen für Innsbrucks Straßen

Mathias Schweighofer•vor 3 Wochen Die Idee „Bike and Bloom“ schlägt die Einführung von modularen intensiv begrünten Fahrradboxen auf PKW-Stellplätzen vor. Das Konzept soll dem Mangel an sicheren und barrierefreien Stellplätzen für hochwertige Lastenräder, die als Autoersatz dienen sollen, und E-Bikes sowie den extremen Mangel an innerstädtischen Grünflächen (Stichwort Hitzeinseln und Abwassermanagment bei Starkregen) begegnen. Gleichzeitig soll die Idee durch ein smartes Mietmodell langfristige Zusatzeinnahmen für die Stadt generieren.Klimaanpassung, Hitzeinseln & Urbanes RegenmanagementInnsbruck gilt statistisch als eine der am wenigsten begrünten Städte Österreichs im innerstädtischen Kern. Das Problem laut Verwaltung: In vielen Straßen ist das Pflanzen von Bäumen unmöglich, da die Straßenräume im Untergrund oft mit Leitungen blockiert sind.„Bike and Bloom“ nutzt den Raum über dem Asphalt als begrünte Ausgleichsfläche:Bekämpfung von Hitzeinseln: Die Boxen erhalten ein lebendiges Sedum-Gründach. Gründächer in entsprechender Größe können durch Verdunstung die Umgebungstemperatur aktiv senken. Sie brechen die grauen Asphaltwüsten und Metallflächen der Autoparkplätze auf und kühlen das Mikroklima in den Straßenzügen.Hochwasserschutz & Regenmanagement bei Starkregen: Alpine Starkregenereignisse fordern Innsbrucks Kanalisation zunehmend heraus. Begrünte Dächer fungieren als Schwamm: Sie halten je nach Bauart 50 bis 80 % des Niederschlags kurzfristig zurück und geben das Wasser zeitverzögert ab. Das entlastet das städtische Abwassersystem bei Wolkenbrüchen massiv und mindert lokale Überflutungen.Entlastung & Anschub der MobilitätswendeDer Innsbrucker Wohnungsmarkt ist bekanntlich extrem angespannt und von teurem, oft sehr engem Wohn- und Abstellraum geprägt. Viele Bürger:innen haben schlicht keinen Platz um teure Fahrräder sicher zu lagern.Das Barriere-Problem: Hochwertige E-Bikes (oft über 25 kg) und sperrige Lastenräder können von Familien, älteren Menschen oder zierlichen Personen unmöglich über steile, enge Treppen in den Keller getragen werden.Bremse für die Mobilitätswende: Viele Innsbrucker würden das Auto gerne gegen ein Lastenrad für den Wocheneinkauf oder den Kindertransport eintauschen. Sie tun es aber nicht, weil ein sicherer, ebenerdiger und wetterfester Abstellplatz fehlt. Diese Maßnahme schafft genau diesen Platz direkt vor der Haustür, ohne den Gehsteig zu blockieren.Wirtschaftlichkeit & Zusatzeinnahmen für die Stadt InnsbruckDieses Projekt ist keine reine Ausgabe, sondern ein langfristiges Geschäftsmodell, das der Stadt Innsbruck langfristig nachhaltige Zusatzeinnahmen sichern soll. Die Boxen finanzieren sich durch ein zweigeteiltes, smartes Mietsystem: Die „Rad-Parkkarte“ (Langzeitmiete für Anwohner): Analog zur klassischen Parkkarte für das PKW-Anwohnerparken können Innsbrucker:innen einen festen Boxenplatz in ihrer Wohnzone dauerhaft mieten. Der Zugang erfolgt digital (per App oder Bürgerkarte). Das sichert der Stadt planbare, wiederkehrende Einnahmen. Das Stundenticket (Flexibles Kurzzeitparken): Besonders im Innenstadtbereich und nahe den Hotspots werden Boxen für die stundenweise Miete freigegeben. Wer nach dem Sport (z.B. von der Nordkette oder dem Innradweg) in die Stadt kommt, um einkaufen zu gehen oder die Gastronomie zu besuchen, will sein wertvolles (e-)Bike nicht einfach ungeschützt abstellen. Gegen eine faire Stundengebühr parkt das Rad sicher und trocken. Das soll gleichzeitig der lokalen Wirtschaft zugute kommen. Die Boxen sind bewusst niedrig konzipiert, sodass die Sichtachsen im Verkehr und die Wahrnehmung der Grünflächen erhalten bleiben. Vorbeigehende erwachsene Menschen sind i.d.R. größer als die Boxen, wodurch das Sicherheitsgefühl im Straßenraum gewahrt bleibt.Ich bitte die Stadt Innsbruck, im Zuge dieser Initiative ein Pilotprojekt mit einer Handvoll „Bike and Bloom“-Boxen in einem dicht besiedelten Stadtteil zu starten, um die positiven Effekte direkt messbar zu machen.

Urbanes Grünpotential zwischen Landhausplatz und Boznerplatz

Mathias Schweighofer•vor 4 Monaten Die Neugestaltung des Boznerplatzes hat mit dem Schwammstadt-Prinzips und der Pflanzung vieler großer Gleditschien sehr positive stadtklimatische Akzente gesetzt. Dennoch zeigt die anhaltende öffentliche Diskussion über die Gestaltung rund um den Rudolphsbrunnen eine große Diskrepanz zwischen der technischen Performance des Platzes und der subjektiven Wahrnehmung vieler Bürger:innen. Wie bereits seit Jahren bei der Kritik am Landhausplatz zu beobachten ist, wird auch am Boznerplatz der Mangel an sichtbarem bodennahen Grün beklagt. Die Menschen sehnen sich in der stark versiegelten Stadt nach dem psychologischen Kühleffekt und der ästhetischen Wirkung von Grünflächen, auch wenn deren rein ökologischer Wirkungsgrad im Vergleich zu Bäumen oft überschätzt wird.Genau hier bietet die südliche Wilhelm-Greil-Straße, im Anschluss an den Boznerplatz, ein enormes Potential für eine pragmatische und schnelle Aufwertung durch flachwurzelnde Wiesen- und Staudenfläche. Aktuell wird die Asphaltfläche hauptsächlich als Umkehrplatz für den motorisierten Individualverkehr genutzt.Das Ziel dieses Vorschlag soll eine Maßnahme sein, die sofort Wirkung zeigt. Der Asphalt wird aufgebrochen, das Substrat wird im erforderlichen Umfang ausgetauscht oder verbessert, und eine standortgerechte, robuste, flachwurzelnde Mischung wird eingesät.Ein oft angeführtes technisches Hindernis für Begrünungsmaßnahmen ist die dichte Belegung des Untergrunds mit Versorgungsleitungen. Dieses Argument sollte hier jedoch nicht greifen. Während die Pflanzung von Bäumen aufgrund ihres tiefgehenden Wurzelwerks oft teure Leitungsumlegungen erfordert, ist dies bei flachwurzelnden Wiesen- und Staudengewächsen kein Problem. Diese Pflanzen nutzen lediglich die oberste Bodenschicht und stellen somit keine Gefahr für die darunterliegende Infrastruktur dar. Somit liegt ein entscheidender Vorteil dieses Vorschlags in der verhältnismäßig kostengünstigen Realisierbarkeit in Zeiten der Budgetkrise.Die Verlegung oder flächensparende Reorganisation des Umkehrplatzes würde wertvollen Raum für die Menschen zurückgewinnen. Der Bereich soll zu einer einladenden, grünen Visitenkarte für den Boznerplatz und Landhausplatz werden. Einsatzfahrzeuge sollen im Notfall über einen Radweg zufahren können. Stadtklimatisch soll die entsiegelte Fläche die Strahlungstemperatur des Bodens drastisch senken und somit die Hitzeabstrahlung im Sommer reduzieren. Dies stellt eine ideale Ergänzung zum Schwammstadt-Konzept der neuen Bäume dar.Um die Widerstandsfähigkeit der Grünfläche zu garantieren, können wir uns an modernen französischen Städten orientieren und auf eine gezielte Mischung aus trockenheitsresistenten Stauden, Gräsern und Kräutern setzen. Diese „Ready-to-use“-Pflanzgemeinschaften kommen mit minimaler Bewässerung aus, da sie durch ihre dichte Bodenabdeckung die Verdunstung reduzieren und dank ihrer flachen, aber feinverzweigten Wurzelsysteme selbst in versiegelten Räumen ohne Konflikte mit der unterirdischen Infrastruktur prächtig gedeihen.Gerade angesichts der langjährigen Kritik an der "Vergrauung" zentraler Stadtplätze wäre diese schnelle und sichtbare Begrünungsmaßnahme ein starkes und positives Signal auf die öffentliche Kritik einzugehen. Sie würde zeigen, dass Bürger:innenanliegen ernst genommen werden und dass wir als Stadt in der Lage sind, auch unbürokratische, effektive Lösungen für mehr Lebensqualität im urbanen Raum umzusetzen.

Fahrradstraßen für zentrale Radachsen umsetzen

Mathias Schweighofer•vor 10 Monaten In Innsbruck gibt es viele Straßenzüge mit sehr hohem Radverkehrsaufkommen. Gleichzeitig sind die Fahrbahnen oft eng und lassen ein sicheres Überholen durch Autos kaum oder gar nicht zu. Besonders deutlich wird dies zum Beispiel in der Müllerstraße (R1), Schöpfstraße (R1), Fallmerayerstraße (R1), Templstraße (R1), Sebastian-Kneipp-Weg (R1), Karwendelstraße (R1), Pradler-Straße (R1), Speckbacherstraße (L1), Adamgasse/Karmelitergasse (L1), uvm. Diese Verbindungen sind nicht nur wichtige Alltagsrouten für Schüler:innen, Pendler:innen und Alltagsradverkehr, sondern wurden auch im Masterplan Radverkehr der Stadt Innsbruck als zentrale Achsen definiert.Um hier mehr Sicherheit und Klarheit zu schaffen, soll die Stadt Innsbruck diese Straßen entweder sofort als Fahrradstraßen einführen oder – falls aus Teilen der Verwaltung/Politik zu große Bedenken bestehen – im Rahmen eines sechsmonatigen Testbetriebs prüfen lassen. Ein solcher Test sollte wissenschaftlich begleitet werden, um belastbare Daten zur Verkehrssicherheit, zum Verkehrsfluss und zur Akzeptanz zu gewinnen. Damit ließe sich die Diskussion endlich auf eine objektive Grundlage stellen und die Planung an den tatsächlichen Bedürfnissen ausrichten.Eine Fahrradstraße ist in der Straßenverkehrsordnung eindeutig geregelt (§ 67 StVO). Der Radverkehr hat hier Vorrang, Radfahrende dürfen nebeneinander fahren, und Autos sind als Gast zugelassen. Motorisierte Fahrzeuge müssen sich dem Tempo der Radfahrenden anpassen, gefährliche Überholmanöver sind nicht zulässig. Diese Rechtslage ist klar und bundesweit gültig, sie erfordert lediglich die entsprechende Beschilderung durch die Stadt. Gerade in Straßen mit hohem Radverkehrsaufkommen ist die Einführung einer Fahrradstraße daher eine einfache, rechtlich abgesicherte und sofort wirksame Maßnahme, um Sicherheit und Lebensqualität zu erhöhen.Die Stadt Brügge zeigt, wie einfach es geht: Dort wurden 90 Straßen in Fahrradstraßen umgewandelt. Weil das Konzept so erfolgreich war werden ab 1. Oktober insgesamt 390 Fahrradstraßen mit 87 Kilometern Länge zur Fahrradzone erklärt. Ohne teure bauliche Maßnahmen, nur mit Beschilderung und Markierung. (Quelle: Stadt Brügge). Brügge hat übrigens 119.000 Einwohner.Die Umsetzung in Innsbruck wäre ein konsequenter, kostengünstiger und wichtiger Schritt, um den im Masterplan Radverkehr formulierten Zielen gerecht zu werden. Sie würde dazu beitragen, zentrale Verkehrsachsen konfliktfreier zu gestalten und Innsbruck näher an das Ziel einer modernen, klimafreundlichen und verkehrssicheren Stadt zu bringen.

Pop-Up-Radweg zum Hauptbahnhof: Raum statt Risiko

Mathias Schweighofer•vor 1 Jahr Der Innsbrucker Hauptbahnhof ist das zentrale Mobilitätsdrehkreuz Tirols. Täglich frequentieren ihn tausende Menschen. Dennoch fehlt bis heute eine sichere, durchgängige Radverkehrsanbindung in diesem sensiblen Raum.Entgegen der häufig kolportierten Annahme handelt es sich beim Südtiroler Platz nicht um eine klassische Durchzugsstraße, sondern um einen stark frequentierten städtischen Raum. Der Anteil des nicht-motorisierten Verkehrs – also Fuß- und Radverkehr – ist hier signifikant. Dieser Nutzungsmix verlangt nach einer anderen, zeitgemäßen Gestaltung des öffentlichen Raums.Wir ersuchen daher um eine Planung einer getrennten Radverkehrsführung entlang vom Südtiroler Platz über die Brixner Straße zum Boznerplatz und über die Brunecker Straße Richtung Sillpark/Stadtbibliothek – idealerweise in einem wissenschaftlich begleiteten Testbetrieb über acht Monate, um belastbare Zahlen zur Verkehrsverlagerung zu generieren.Die Behauptung, eine Reduktion von Fahrspuren sei hier nicht möglich, weil der Kfz-Verkehr angeblich nicht verlagert werden könne, ignoriert grundlegende Erkenntnisse der Verkehrsplanung: Verlagerungspotenziale entstehen nur dann, wenn attraktive Alternativen geschaffen werden. Wo sichere Radinfrastruktur fehlt, kann auch kein Wechsel vom Auto aufs Fahrrad und weiter mit der Bahn stattfinden. Ein Prinzip, das in vielen europäischen Städten bereits erfolgreich umgesetzt wurde.Solange sichere Infrastrukturen fehlen – wie mehrere schwere Unfälle der letzten Jahre schmerzlich belegen –, bleiben sowohl die angestrebte Verkehrsverlagerung als auch glaubwürdige Klimaschutzmaßnahmen auf struktureller Ebene wirkungslos.Die Stadt muss dem gestiegenen Radverkehrsanteil der letzten Jahre gerecht werden und die Voraussetzungen für nachhaltige Mobilität jetzt schaffen. Die diskutierte Ost-West-Unterführung zwischen Anzengruberstraße und Heiliggeiststraße ist frühestens ab 2033 denkbar – und selbst diese würde keine Verbindung in die Innenstadt zum Boznerplatz oder Richtung Norden (Dreiheiligen, Pradler Saggen, Reichenau, Saggen, Mühlau, etc.) schaffen.Gerade im Bereich des Hauptbahnhofs ist die Stärkung des Radverkehrs keine optionale Maßnahme, sondern eine verkehrspolitische Notwendigkeit. Es geht nicht um Ideologie, sondern um zukunftsfähige und alltagstaugliche Verkehrsentwicklung – gemeinsam können wir zeigen, dass verlässliche Infrastruktur für den Radverkehr weder Verzicht noch Verlust bedeutet, sondern einen Gewinn an verkehrstechnischer Effizienz, Sicherheit und Lebensqualität.Mit freundlichen Grüßen

Sichere Abbiegemöglichkeit für Radfahrende bei der Triumphpforte

Mathias Schweighofer•vor 1 Jahr Problemstellung: Die Maximilianstraße und Maria-Theresien-Straße ist eine zentrale Verkehrsader für Radfahrende in Innsbruck. Wer von Westen kommt und nach der Ampelphase links in die Maria-Theresien-Straße abbiegen möchte, sieht sich mit einer problematischen Verkehrssituation konfrontiert. Aktuell gibt es keine sichere Abbiegespur für Radfahrende. Man muss sich entweder zwischen schnell fahrenden Autos platzieren oder auf riskante Weise die Querung erzwingen. Diese Situation fühlt sich nicht nur unsicher an, sondern stellt eine konkrete Gefahr für Radfahrende dar.Lösungsvorschlag: Einrichtung einer deutlich gekennzeichneten und ausreichend großen Abbiegespur für Radfahrende aus der Maximilianstraße, die ein sicheres und komfortables Linksabbiegen in die Maria-Theresien-Straße nach der Ampelphase ermöglicht. Dies kann durch eine eigene Markierung auf der Fahrbahn oder eine separierte Abbiegefläche geschehen, die den Radfahrenden einen geschützten Bereich zum Warten und Abbiegen bietet. Reduktion der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h.

Weniger Lärmbelästigung durch Verkehr

Mathias Schweighofer•vor 5 Monaten Innsbruck kann die psychische Gesundheit seiner Bevölkerung stärken, indem Verkehrslärm reduziert und sicheres Radfahren – insbesondere für ältere und wenig sportliche Menschen – systematisch gefördert wird.Projektidee in KurzformDie Stadt Innsbruck setzt ein kommunales Gesundheitsförderungsprojekt um, das zwei Hebel verbindet: - Eindämmung von Lärmquellen durch motorisierten Verkehr - Aktive Förderung des Radverkehrs über baulich getrennte, sichere Radwege insbesondere für vulnerable Gruppen (ältere Menschen, wenig sportliche Personen).Ziel ist es, psychische Belastungen zu senken, Lebensqualität und Selbständigkeit zu erhöhen und gesundheitliche Folgekosten zu reduzieren.Problemstellung: Lärm und psychische Belastung- Verkehrslärm gilt als stark unterschätztes Gesundheitsrisiko und führt zu messbaren physiologischen Stressreaktionen.- Studien zeigen: Bereits eine Zunahme des Verkehrslärms um 10 Dezibel kann das Risiko für Depressionen um bis zu 4–11 Prozent erhöhen, je nach Lärmquelle.- Metaanalysen belegen einen Zusammenhang zwischen Straßen- und Fluglärm und erhöhtem Risiko für Depressionen und Angststörungen.- Lärm beeinträchtigt Schlaf, erhöht Stresshormone und verschlechtert damit die psychische Gesundheit und die Resilienz im Alltag.Für eine dicht bebaute Stadt wie Innsbruck bedeutet dies: Die Verringerung von motorisiertem Individualverkehr und Verkehrslärm ist eine direkte Investition in die psychische Gesundheit der Stadtbevölkerung.Sichere Radinfrastruktur als GesundheitsförderungRegelmäßiges Radfahren wirkt nachweislich positiv auf die psychische Gesundheit:[2][7][3]- Reduktion von Stress und Abbau des Stresshormons Kortisol.- Freisetzung von Endorphinen („Glückshormone“) und Verbesserung der Stimmung.- Bessere Schlafqualität und damit bessere Regeneration von Körper und Geist.- Höhere Lebenszufriedenheit und geringere psychische Belastung, insbesondere auch bei älteren Menschen.Eine große Kohortenstudie aus Schottland (knapp 400.000 Personen, Beobachtungszeitraum 5 Jahre) zeigt: - Personen, die mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln, haben eine um etwa 15 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, Antidepressiva verschrieben zu bekommen als Nicht-Radpendler.Gerade ältere Menschen profitieren mehrfach: - Eine Übersicht von Studien zu Radfahren im Alter belegt, dass regelmäßiges Radfahren mit besserer körperlicher Gesundheit, höherer Mobilität, besserem Gleichgewicht sowie geringerem Maß an psychischer Belastung und höherer Lebenszufriedenheit einhergeht.[3]- Ältere Radfahrende sind bei Unfällen verletzungsanfälliger, die Genesung dauert länger und Komplikationen treten häufiger auf.- Aus Österreich liegen Daten vor, dass ältere Menschen zwar Wege oft mit dem Pkw zurücklegen, ein erheblicher Teil dieser Wege aber kürzer als 3 km ist und sich prinzipiell gut mit dem Rad fahren ließe.- Studien und Programme zum Thema „Radfahren im Alter“ zeigen, dass fehlende sichere Radwege und mangelndes Sicherheitsgefühl zentrale Barrieren für ältere Menschen darstellen.Das bestätigt die Alltagserfahrung in Innsbruck: Ältere Menschen und Personen, die nicht außergewöhnlich sportlich sind, trauen sich ohne baulich getrennte, sicher Radwege häufig nicht, mit dem Rad im Mischverkehr mit Autos zu fahren.Projektziele1. Reduktion der psychischen Belastungen durch Verkehrslärm - Senkung der Lärmbelastung in Wohngebieten durch Verkehrsberuhigung, Tempo-Reduktionen und Umverteilung von Fahrbahnen zugunsten des Radverkehrs.2. Verbesserung der psychischen Gesundheit durch Bewegung im Alltag - Deutliche Steigerung des Radverkehrsanteils durch den Ausbau eines Netzes baulich getrennter, sicherer Radwege für Alltagswege (Arbeit, Einkaufen, Arztbesuche). - Besonderer Fokus auf ältere Menschen (65+) und wenig sportliche Personen, die bei sicherer Infrastruktur nachweislich häufiger bereit sind, das Rad zu nutzen. - Reduktion von Unfallrisiken für ältere Radfahrende, damit Abbau von Angst und Unsicherheit als psychische Belastungsfaktoren.Zentrale Maßnahmen- Schrittweiser Ausbau eines zusammenhängenden Netzes baulich getrennter Radwege entlang wichtiger Achsen (Wohngebiete – Innenstadt – Bahnhöfe – Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen). - Verkehrsberuhigung in Wohngebieten, Umwidmung von Kfz-Fahrstreifen zu Radwegen und Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für zu Fuß Gehende und Radfahrende. - Spezifische Maßnahmen für ältere Menschen: - Sicherheitsorientierte Radkurse, E‑Bike-Trainings und aufsuchende Beratung in Senior:innenzentren. - Gute Beleuchtung, breite Wege, klare Markierungen und sichere Kreuzungsbereiche. - Kommunikationskampagne „Radfahren für seelische Gesundheit“, die auf die belegten positiven Effekte von Alltagsradverkehr auf Stress, Stimmung und Schlafqualität hinweist.- Weniger psychische Belastung: In der erwähnten Edinburgh-Studie war Radpendeln mit rund 15 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit verbunden, Antidepressiva verschrieben zu bekommen.- Weniger Lärm-Stress: Eine Reduktion des Verkehrslärms um 10 Dezibel kann das Risiko für Depressionen um mehrere Prozentpunkte senken.[1][5]- Besseres Wohlbefinden älterer Menschen: In Auswertungen mehrerer Studien zeigt sich bei älteren Menschen, die regelmäßig Rad fahren, ein niedrigeres Niveau psychischer Belastung und höhere Lebenszufriedenheit.[3]Das Projekt verbindet strukturelle Stadtentwicklung (Lärmminderung, sichere Infrastruktur) mit bewegungsorientierter Gesundheitsförderung und adressiert dabei klar definierte Risikofaktoren psychischer Erkrankungen.[1][2][4]Durch die Fokussierung auf ältere Menschen und wenig sportliche Personen werden Bevölkerungsgruppen erreicht, die gesundheitlich besonders profitieren und heute oft vom Radverkehr ausgeschlossen sind.[10][8][3]Damit leistet Innsbruck einen nachweislich wirksamen Beitrag zur Verringerung psychischer Belastungen, zur Förderung der psychischen Gesundheit und zur Steigerung der Lebensqualität in der Stadt.[1][2][3]Quellen:Verkehrslärm kann Risiko für Depressionen und ... https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/verkehrslaerm-kann-risiko-fuer-depressionenMit dem Rad in die Arbeit zu fahren verbessert psychische ... https://www.klimaaktiv.at/mit-dem-rad-in-die-arbeit-zu-fahren-verbessert-psychische-gesundheit-bestaetigt-studieNeue Studie belegt: Radfahren im Alter fördert die Gesundheit https://www.tour-magazin.de/fitness/gesundheit/radfahren-im-alter-studie-belegt-bessere-korperliche-und-mentale-gesundheit/Lärm und mentale Gesundheit - Psychiatrie - Universimed https://www.universimed.com/ch/article/psychiatrie/laerm-gesundheit-435673Einfluss des Lärms auf psychische Erkrankungen des Menschen https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/einfluss-des-laerms-auf-psychische-erkrankungen-desLärm und mentale Gesundheit https://www.universimed.com/ch/article/allgemeine-innere-medizin/laerm-gesundheit-435673So beeinflusst Radfahren die psychische Gesundheit https://utopia.de/ratgeber/so-beeinflusst-radfahren-die-psychische-gesundheit-v3_683860/201124_Radverkehr https://www.aequipa.de/fileadmin/aequipa/05_Radfahren_Alter.pdfFahrSicherRad im Alter https://www.bmimi.gv.at/dam/jcr:b3e65589-1686-4391-a6f6-3c55ba7937f7/60_fahrsicherrad.pdfInfografik: Tödliche Radunfälle: Oft trifft es Senioren https://de.statista.com/infografik/22637/getoetete-fahrradfahrer-in-deutschland-nach-altersgruppen/

Bürger:innen bringen Innsbruck zum blühen

Mathias Schweighofer•vor 1 Jahr Ein einfaches, aber wirkungsvolles Konzept aus Toulouse zeigt, wie Bürger:innen aktiv zur Begrünung beitragen können: Die Stadt öffnet öffentliche Bodenflächen, damit Anwohner:innen dort Pflanzen setzen und pflegen können. Das Konzept erweitert das Innsbrucker Projekt „Garteln vor der Haustüre“ um bisher versiegelte Flächen, die gezielt begrünt werden könnten. Statt essbarer Pflanzen oder Blumen werden standortgerechte, hitzetolerante Arten eingesetzt – empfohlen durch Fachleute und unterstützt von einem Leitfaden zur optimalen Pflanzenauswahl.Gemeinsam gegen Hitze: Bürgerbeteiligung bei der StadtbegrünungInnsbrucker:innen erhalten so die Möglichkeit, kleine, versiegelte Flächen im öffentlichen Raum zu begrünen – an Fassaden, Zäunen oder Mauern. Wer mitmachen möchte, stellt einen Antrag bei der Stadt. Nach Genehmigung bereiten die Behörden die Flächen vor, sodass Bürger:innen Pflanzen setzen und pflegen können.Vorteile für Stadtklima und Lebensqualität✅ Temperaturreduktion – Begrünte Flächen spenden Schatten, senken die Umgebungstemperatur und reduzieren die Hitzebelastung.✅ Mehr Biodiversität – Blühpflanzen und Klettergewächse bieten Lebensraum für Insekten und Vögel.✅ Bessere Luftqualität – Pflanzen filtern Feinstaub und verbessern das Mikroklima.✅ Attraktiveres Stadtbild – Mauern, Zäune und graue Ecken verwandeln sich in grüne Flächen.✅ Geringer Platzbedarf – Vertikale Begrünung nutzt vorhandene Strukturen, ohne zusätzlichen Raum zu beanspruchen.✅ Partizipation stärkt das Gemeinschaftsgefühl – Bürger:innen gestalten aktiv ihr Wohnumfeld und übernehmen Verantwortung für die Stadt.Umsetzung nach dem Vorbild von ToulouseIn Toulouse läuft das Programm „Des fleurs sur mon mur“ bereits erfolgreich: Bürger:innen melden Begrünungsprojekte bei der Stadt an. Die Flächen werden von den Ämtern vorbereitet und anschließend von den Bürger:innen bepflanzt und gepflegt.Mit verhältnismäßig geringem Aufwand für die Stadtverwaltung können öffentliche Flächen sinnvoll genutzt, das Stadtklima kostengünstig verbessert und die Lebensqualität erhöht werden.

Straßen neu denken: Asphalt aufbrechen – überbreite Flächen entsiegeln

Mathias Schweighofer•vor 1 Jahr Viele Straßen haben sehr viel mehr Asphalt, als nötig wäre. Besonders an Kreuzungen, in breiten Fahrbahnbereichen und an überdimensionierten Abbiegespuren wird viel versiegelte Fläche verschenkt, die anders genutzt werden könnte. Diese überflüssigen Asphaltflächen tragen zur Überhitzung bei, fördern zu hohe Fahrgeschwindigkeiten und machen Straßen unattraktiver für Fußgänger*innen und Radfahrende.Wo Fahrbahnen breiter sind als notwendig, sollte der überflüssige Asphalt entfernt und durch Grünflächen ersetzt werden. Selbst dort, wo Infrastruktur wie Leitungen unter der Straße liegt, sind Begrünungen möglich: mit Flachwurzlern, Bodendeckern oder entsiegelten Versickerungsflächen. Schafft Kühlungseffekte, bessere Luft und mehr Aufenthaltsqualität. An Stellen ohne Leitungskonflikte sind sowieso Bäume, wie hier so oft erwähnt, die beste Möglichkeit, den Straßenraum und das Stadtklima aufzuwerten.Weiters könnten viel mehr begrünte Fahrbahneinengungen, die Fahrbahn punktuell verschmälern und so für Entsiegelung beitragen und gleichzeitig für eine natürliche Temporeduktion im Individualverkehr sorgen. Innsbruck hat hier viel Potential, das erfasst werden muss.Außerdem kann weitere Entsiegelung im Nahbereich bei Radwegen entstehen: Begrünte bauliche Trennung zwischen Radweg und Fahrbahn kann zudem die Sicherheit für Radfahrende deutlich erhöht werden. Statt nur auf Markierungen zu setzen, schafft ein schmaler bepflanzter Streifen mit niedrigem Grün oder Sträuchern eine klare Abgrenzung zwischen Rad- und Autoverkehr. Autofahrende halten automatisch mehr Abstand, während die Begrünung zusätzlich Lärm reduziert, Feinstaub filtert und das Mikroklima verbessert. Besonders entlang stark befahrener Straßen ist das eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme.Schmalere Fahrbahnen wirken sich zudem direkt auf das Fahrverhalten aus. Engere Straßen erzeugen automatisch ein subjektives Gefühl, das Autofahrende dazu bringt, langsamer zu fahren. So kann Tempo reduziert werden, ohne dass zusätzliche Schilder, Verordnungen oder bauliche Maßnahmen wie Bodenschwellen nötig sind. Gleichzeitig könnten durch Umnutzung wertvolle Flächen für Radwege entstehen, breitere Gehsteige oder Aufenthaltsorte.Anmerkung: Besonders nach einem frischen Schneefall zeigt sich immer sehr deutlich, wie viel Asphalt unnötig ist. Der unberührte Schnee macht sichtbar, wo tatsächlich gefahren wird – und wo nur hitzespeichernde Flächen liegen, die niemand nutzt. Ein guter Zeitpunkt, um das Problem zu dokumentieren.Es braucht dringend eine systematische Erfassung aller überdimensionierten Verkehrsflächen, um zielgerichtet Umgestaltungsmaßnahmen zu planen und umzusetzen. Ein detaillierter Bestands- und Potentialplan, der ungenutzte oder überbreite Straßenabschnitte, Kreuzungsflächen und mögliche Begrünungszonen erfasst, bietet die Grundlage für eine effiziente Flächenoptimierung und eine langfristige, nachhaltige Stadtentwicklung.

Helle Radwege gegen Hitze: Weniger Wärmestau und mehr Sicherheit

Mathias Schweighofer•vor 1 Jahr Dunkle Asphaltbeläge speichern Wärme und tragen zur Erhitzung städtischer Oberflächen bei. Helle, sandfarbene Asphaltbeschichtungen hingegen reflektieren Sonnenlicht besser und können die Oberflächentemperatur laut Studien um bis zu 20 % senken. In Frankreich wird diese Technik bereits im Rahmen der Klima- und Mobilitätsaktionspläne großflächig eingesetzt. Eine Umsetzung auf Innsbrucks Radwegen könnte langfristig zur Abkühlung der Stadt beitragen. Kühlere Straßen, mehr Sicherheit, weniger Verkehr✅ Geringere Wärmespeicherung – Heller, sandfärbige Asphaltbeschichtung speichert weniger Hitze, lässt die Stadt nachts stärker abkühlen und reduziert damit die Hitzebelastung in dicht bebauten Gebieten. Laut Studien um bis zu 20% gegenüber dunklem Asphalt​.✅ Höheres Sicherheitsgefühl für Radfahrende – Klare Abgrenzung vom Autoverkehr motiviert mehr Menschen, das Fahrrad zu nutzen. Eine sichere und attraktive Radinfrastruktur verringert den motorisierten Verkehr, wodurch auch hitzespeichernde Metallflächen reduziert werden.✅ Bessere Sichtbarkeit – Radwege mit heller Oberfläche sind tagsüber und nachts deutlicher erkennbar. Insbesondere bei Regen oder schlechter Beleuchtung ist das ein großer Vorteil gegenüber z.B. dunklen Farbanstrichen.Nachhaltig und wirtschaftlich✅ Recyclingfähig – Gefärbter Asphalt kann laut Expert:innen vollständig wiederverwertet werden, während Farbbeschichtungen oft Mikroplastik erzeugen​.✅ Langlebiger als Farbanstriche – Während Farbbeschichtungen nach nur wenigen Jahren erneuert werden müssen, da sich deren Abrieb in der Umwelt auflöst, bleibt der gefärbte Asphalt über viele Jahre stabil​. Dies ist langfristig als Kostenvorteil gegenüber einfachen Farbbeschichtungen zu betrachten.✅ Einfache Reparaturen – Spezielle Reparaturasphaltbeschichtungen ermöglichen punktuelle Ausbesserungen, ohne dass ganze Abschnitte erneuert werden müssen​. Beispielsweise nach Baustellen, Kanalarbeiten, ...✅ Kostensenkung durch Standardisierung – In den Niederlanden sind die Kosten für farbigen Asphalt durch breite Anwendung und kommunale Zusammenarbeit deutlich gesunken und liegen heute nur noch knapp über den Kosten von herkömmlichem dunklen Asphalt​. Produzenten konnten die Prozesse durch breite Anwendung optimieren und sind auf die einheitlichen Anforderungen abgestimmt. Bis es dazu kam, konnten höhere Anfangsinvestitionen durch Förderungen ausgeglichen werden.FazitHellere sandfärbige Asphaltbeschichtungen auf Radwegen sind eine effektive, nachhaltige und wirtschaftliche Lösung gegen den Hitzeinseleffekt und der Erhöhung der aktiven Mobilität. Sie senken Temperaturen, verbessern die Sichtbarkeit und Sicherheit im Verkehr. Eine großflächige Umsetzung könnte Innsbruck langfristig resilienter gegen Hitzewellen machen.
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