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Tempo-30 in der Reichenauer Straße und in der Dreiheiligenstraße

Von "Du hast einen Vorschlag?"

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Mittags vor dem Pfarrkindergarten Pradl. Kinder werden abgeholt, man will die Straße am Zebrastreifen überqueren, doch Halt! Ein Auto braust vorbei, obwohl man bereits die Straße betritt. Zum Glück ist diesmal nichts passiert!

Solche gefährlichen Situationen sind in der Reichenauer Straße keine Ausnahme. Zu hohes Tempo, riskante Überholmanöver, schlecht einsehbare Schutzwege oder Schüler und Schülerinnen, die in Eile Bus oder Straßenbahn erreichen wollen. Ein Blick auf die Verkehrsunfallkarten der Statistik Austria zeigt: kaum ein Jahr vergeht ohne Unfälle in diesem Bereich.

Sensibler Bereich

Eine Tempo-30-Zone in der Reichenauer Straße würde die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Die StVO-Novelle 2024 erleichtert die Einführung von Tempo 30 in „Schutzbereichen“ wie vor Schulen und Kindergärten. Dennoch fehlt diese Maßnahme bislang, obwohl sich in der Reichenauer und Dreiheiligenstraße so viele Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Jugendtreffpunkte aneinander reihen wie nirgendwo sonst in Innsbruck. Im Einzugsgebiet zwischen Ing.-Etzel-Straße und Radetzkystraße finden sich vier Kinderkrippen, neun Kindergärten, vier Volksschulen, drei Mittelschulen, ein Gymnasium und eine HBLA. Daneben gibt es noch zwei Jugendzentren und den Kulturbetrieb „Bäckerei“.

Warum Tempo 30 sinnvoll ist

Der halb so lange Anhalteweg wie bei Tempo 50 erhöht die Verkehrssicherheit deutlich. Gleichzeitig wird die Lebensqualität in derart dicht besiedeltem Gebiet gesteigert durch Verringerung von Lärm, Abgasen und Feinstaub. Studien belegen, dass bei Tempo 30 die Fahrtdauer nicht nennenswert steigt. Speziell in der Reichenauer Straße kommt noch hinzu:

  • Viele Kinder und Jugendliche sind täglich unterwegs.
  • Fahrgäste müssen die Fahrbahn zu mittigen Bushaltestellen queren.
  • Busse, die die Haltebuchten verlassen wollen, werden durch schnellen Verkehr behindert.
  • Schutzwege, speziell jener vor dem Pfarrkindergarten, sind wegen parkender Autos schlecht einsehbar.
  • Eine Geschwindigkeitsreduktion erhöht auch die Sicherheit für Radfahrende und würde die Reichenauer Straße als Radroute attraktiver machen.

Vorschlag

Die Reichenauer Straße und die Dreiheiligenstraße (zwischen der Kreuzung Gen.-Eccher-Straße/Radetzkystraße und den Viaduktbögen/Ing.-Etzel-Straße) sollen durchgehend mit Tempo 30 ausgewiesen werden. Die Maßnahme ist durch die zahlreichen Schulen, Kindergärten und -krippen entlang der Strecke sowie durch die Besonderheit der Öffi-Haltestellen und die eingeschränkten Sichtverhältnisse der Schutzwege gerechtfertigt.

Offizielle Updates

Letztes Update: 20. April 2026

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