Solsteinstraße als Wohnstraße ausweisen: Für mehr Sicherheit im Wohngebiet
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Ich schlage vor, die Solsteinstraße als Wohnstraße gemäß § 76b StVO auszuweisen und die Maßnahme durch geeignete bauliche oder optische Verkehrsberuhigung zu unterstützen.
Die Solsteinstraße ist eine schmale Wohnstraße ohne baulich getrennten Gehsteig. Fußgänger:innen, Kinder, ältere Menschen, Personen mit Kinderwagen oder mobilitätseingeschränkte Personen müssen sich daher den Straßenraum unmittelbar mit dem Fahrzeugverkehr teilen. Bei der derzeit zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h entsteht dadurch ein unverhältnismäßiges Sicherheitsrisiko, zumal die Straße steil bergab führt. Gerade talwärts kann die Geschwindigkeit von Fahrzeugen schnell höher wirken bzw. tatsächlich zunehmen; gleichzeitig bleibt für Fußgänger:innen am Fahrbahnrand kaum Ausweichraum.
Auch wenn die Straße nicht primär als Durchfahrtsroute gedacht ist, wird sie offenbar dennoch vereinzelt als solche genutzt. Für eine reine Wohnstraße mit geringer Breite, fehlendem Gehsteig und starkem Gefälle ist das aus Sicht der Verkehrssicherheit nicht angemessen. Die Straße sollte in erster Linie den Menschen dienen, die dort wohnen, gehen, radfahren, Kinder begleiten oder sich im unmittelbaren Wohnumfeld bewegen.
Eine Wohnstraße wäre hier sachlich passend, weil sie den Charakter der Straße besser abbildet als Tempo 50: Der Kfz-Verkehr bliebe für Anrainer:innen, Zufahrten und notwendige Fahrten weiterhin möglich, würde aber klar auf Schrittgeschwindigkeit und Rücksichtnahme ausgerichtet. Gleichzeitig würde der Straßenraum rechtlich und praktisch stärker als gemeinsamer Aufenthalts- und Bewegungsraum im Wohngebiet verstanden.
Ich ersuche die Stadt Innsbruck daher, die Ausweisung der Solsteinstraße als Wohnstraße zu prüfen. Ergänzend sollten einfache Maßnahmen wie eine klare Eingangsgestaltung, Bodenmarkierungen, Fahrbahnanhebungen, Schwellen oder andere verkehrsberuhigende Elemente geprüft werden, damit die Regelung nicht nur beschildert, sondern im Straßenraum tatsächlich erkennbar und wirksam wird.
Wer in der Solsteinstraße oder in der Umgebung zu Fuß unterwegs ist, dort wohnt oder die Situation kennt, ist eingeladen, diesen Vorschlag zu unterstützen. Es geht nicht darum, notwendige Zufahrten zu verhindern, sondern darum, eine schmale Wohnstraße ohne Gehsteig so zu gestalten, dass sie für alle sicherer wird.
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