Hallo Fabian,
vielen Dank für deine Idee für ein kühleres Innsbruck!
Alle eingereichten Ideen wurden einzeln von einer Fachjury gesichtet und nach den Punkten Wirksamkeit, Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit bewertet.
Diese Idee wurde bereits als Vorschlag auf der Beteiligungsplattform eingereicht und von der zuständigen Fachdienststelle beantwortet. Diese Antwort lautet wie folgt:
Überlegungen zur Ausführung einer schwimmenden Insel im Inn wurden schon mehrfach an uns herangetragen, konnten aber aus folgenden Gründen leider nicht umgesetzt werden:
- Beim Inn handelt es sich um einen Gebirgsfluss (Wildbach) mit hohem Energiegefälle. Damit verbunden sind hohe Strömungsgeschwindigkeiten, starker Geschiebetrieb und eine erhebliche Verklausungsgefahr durch Wildholzeintrag im Hochwasserfall (bzw. bei Gewitter).
- Im verbauten Gebiet in Innsbruck handelt es sich beim Inn um ein Hochleistungsgerinne. Der erforderliche Abflussquerschnitt ist zwar in der Lage ein 100-jährliches Bemessungsereignis abzuführen, jedoch bestehen keinerlei Reserven.
- Für Einbauten innerhalb des HQ30 (30-jährlicher Abfluss) ist eine Wasserrechtliche Genehmigung erforderlich:
--> Einbauten in der Zeit der Hochwasserperiode (zwischen ca. 15.04 und 15.10) sind daher aus Sicht des Amtes Tiefbau nicht bzw. nur unter unverhältnismäßig hohen Auflagen genehmigungsfähig. Zum Beispiel müsste aufgrund der geringen Vorlaufzeiten bei einer Gewitterlage im Oberlauf die Plattform sehr kurzfristig komplett ausgehoben, zwischengelagert und nach dem Ereignis wieder eingehoben werden, um Beschädigungen zu vermeiden.
Die Stadt Innsbruck ist stets bemüht die Zugänglichkeit zu Inn und Sill zu verbessern. Im Zuge von allen Hochwasserschutzprojekten werden diese Punkte geprüft und nach Möglichkeit auch umgesetzt. Derzeit laufen dahingehend Planungen bei der Sillmündung. Ziel ist es den Inn und die Sill, in Bereichen, die es aufgrund des Platzangebotes zulassen, erlebbar zu machen. Einbauten in den ohnehin geringen Abflussquerschnitten sind aus Sicherheitsgründen daher leider nicht realisierbar. Zudem liegt die offizielle Zuständigkeit des Inns als Bundesfluss bei der Bundeswasserbauverwaltung beim Land Tirol.
Danke, dass du Innsbruck mitgestaltest. Wir freuen uns über weitere Ideen von dir.
Liebe Grüße
Team Hitzeaktionsplan
Schwimmende Insel im Inn / Marktplatz-Erweiterung?
Von "Hitzeaktionsplan"
Zum Projekt
Die Idee einer „schwimmenden Insel“ auf dem Inn wurde in Innsbruck schon einmal diskutiert, allerdings ist das Projekt meines Wissens nach nicht konkret umgesetzt oder weiterverfolgt worden. Trotzdem passt eine solche Idee auf den ersten Blick gut in ein Konzept zur Sommerabkühlung und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität am Wasser.
Eine schwimmende Insel sollte in ein Gesamtkonzept eingebettet werden, etwa in Verbindung mit einer neuen Uferpromenade oder besseren Zugängen zum Wasser.
Gerade in der Innenstadt (Nähe Marktplatz oder Innbrücke) könnte eine Insel ein echter „Hingucker“ sein, müsste aber architektonisch ansprechend und ins Stadtbild passend gestaltet werden. Glaub Graz hat so eine Art Insel
Offizielle Updates
Letztes Update: 3. Juni 2025
Veröffentlicht am 3. Juni 2025
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