Mehr Verkehrssicherheit durch 30er-Beschränkung in der Stadt
Von "Du hast einen Vorschlag?"
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Ich nehme an, viele werden im letzten Sommer den Bericht über Helsinki gehört oder gelesen haben, dass es dort ein ganzes Jahr lang keinen einzigen Verkehrstoten gab.
Erreicht wurde das durch Tempolimits (30er-Zonen), verkehrsberuhigende Maßnahmen und gut ausgebaute öffentliche Verkehrsmittel.
- https://orf.at/stories/3401471/
- https://www.adfc.de/neuigkeit/helsinki-erreicht-vision-zero
- https://www.gmx.at/magazine/auto/verkehrstoten-schaffte-helsinki-unmoegliche-41277498
Auch Paris kann als positives Beispiel dazu genannt werden. Dort wurde in den letzten Jahren massiv in Radfahrinfrastruktur investiert, wodurch die Zahl der Radfahrer*innen sich vervielfacht hat. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrer*innen dagegen ist nur relativ gering gestiegen und in Kombination mit Geschwindigkeitsbeschränkungen (fast alle Straßen der Stadt mit Beschränkung auf 30 km/h) wurden Zahl und Schwere der Unfälle generell deutlich reduziert. Die Lebensqualität in der Stadt wurde dadurch deutlich erhöht, Fahrverbote und Begrünungen in kleinen Straßen sowie viel mehr Flächen für Fußgänger*innen geschaffen.
- https://ooe.orf.at/stories/3331276/
- https://www.adfc.de/artikel/paris-macht-es-vor-adfc-fordert-tempo-30-in-staedten
- https://taz.de/Verkehrswende-in-Paris/!6105200/
- https://de.eco-counter.com/blog/paris-fahrradhauptstadt
Mit Jahreswechsel wurde in Griechenland sogar generell im Ortsgebiet (Ausnahme Durchzugsstraßen) eine 30er-Beschränkung eingeführt.
Das wünsche ich mir für Innsbruck auch und rege hiermit an, in der gesamten Stadt – mit Ausnahme von Durchzugsstraßen – eine 30er-Zone einzurichten. Es ist wissenschaftlich gut dokumentiert, dass dadurch die Zahl der Unfälle sowie auch die Auswirkungen (Verletzungen, Todesfälle) deutlich reduziert werden. Das Risiko tödlicher Verletzungen bei einem Zusammenprall mit einem Fahrzeug sinkt bei 30 km/h im Vergleich zu Tempo 50 um bis zu 90 Prozent!
Ein durchgängiges Tempolimit ist wohl auch deshalb sinnvoll, weil dann bei Kontrollen nicht mehr die Ausrede gilt, das „30er-Taferl übersehen“ zu haben.
Auch der Aufwand bei der Umstellung ist geringer, als bei jeder Einfahrt in eine 30er-Zone eine Tafel aufzustellen, da es solche nur an den Stadteinfahrten braucht – und hier bitte so groß, dass sie auch gesehen werden!
Es gibt im Umland schon etliche Gemeinden, in denen allgemeine 30er-Zonen existieren, es sollte also auch für Innsbruck möglich sein. Verschiedene verkehrsberuhigende Maßnahmen (Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen) und ein weiterer Ausbau des öffentlichen Verkehrs wären natürlich als Unterstützung für Verkehrssicherheit, Lebensqualität (Lärm, Staus) und Klimaschutz (Hitzeinseln) sehr hilfreich.
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beantwortet
Der Vorschlag wurde bearbeitet und offiziell beantwortet.
