Hallo Karin,
wie bei unserem gemeinsamen Gespräch am 09.04.2025 mit der zuständigen Expertin des Amtes für Kinder, Jugend und Generationen besprochen, fassen wir hier die wichtigsten Punkte des Gesprächs als Stellungnahme zusammen.
Eine Erhöhung der Gruppengröße auf 25 Kinder pro Gruppe ist aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des Tiroler Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes nicht möglich. Laut den aktuellen Bestimmungen liegt die maximale Gruppengröße bei 20 Kindern mit einer zulässigen temporären Überschreitung um maximal zwei Kinder. Diese gesetzliche Regelung wurde bewusst eingeführt, um die Qualität der Betreuung und der frühkindlichen Bildung sicherzustellen. Eine Erhöhung der Gruppengröße würde bedeuten, dass sich die Betreuungspersonen um mehr Kinder gleichzeitig kümmern müssten. Dies hätte direkte Auswirkungen auf die individuelle Förderung, die Betreuungssituation und die Sicherheit der Kinder.
Die Stadt Innsbruck arbeitet bereits intensiv an Lösungen, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.
- Ausbau der Infrastruktur: Die vorhandene Infrastruktur ist ausreichend. Es wird intensiv daran gearbeitet, laufend neue Kindergartengruppen zu eröffnen bzw. bestehende Einrichtungen zu erweitern.
- Personalgewinnung: Maßnahmen zur Anwerbung und Ausbildung von pädagogischem Personal sind in Gange.
- Die Platzvergabe in den städtischen Kindergärten erfolgt dynamisch durch die Bildungsservicestelle, wodurch die Warteliste laufend angepasst wird und sich die Zahl der Kinder ohne einen Kindergartenplatz stetig minimiert.
- Die Stadt Innsbruck steht für qualitativ hochwertige Kinderbetreuung. Alle Fachkräfte bilden sich laufend weiter, um den Kindern eine bestmögliche Bildungsqualität im Sinne der Chancengleichheit von Beginn an zu ermöglichen.
Da die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen nach dem Tiroler Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz eine Erhöhung der Gruppengröße nicht zulassen, wäre eine Änderung nur durch eine landesgesetzliche Anpassung möglich. Dies fällt in den Zuständigkeitsbereich der Landesregierung und des Landtags.
Dein Vorschlag zeigt, dass dir die Kinderbetreuung in Innsbruck ein großes Anliegen ist. Leider ist eine kurzfristige Erhöhung der Gruppengrößen aus gesetzlichen, pädagogischen und personellen Gründen nicht möglich. Die Stadt Innsbruck setzt sich jedoch weiterhin aktiv dafür ein, langfristige Lösungen zu finden und die Betreuungssituation für Kinder und Familien zu verbessern.
Bei konkreten Anliegen kann auch gerne direkt an das Amt für Kinder, Jugend und Generationen herangetreten werden. Die Kontaktdaten stehen auf der städtischen Website:
https://www.innsbruck.gv.at/.
Danke, dass du Innsbruck mitgestaltest.
Liebe Grüße
Team Bürger:innenbeteiligung