Mahnmal gegen Femizide
Von "Du hast einen Vorschlag?"
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Permanentes Mahnmal gegen Femizide in Innsbruck
Worum es geht
Femizid — die gezielte, geschlechtsbezogene Tötung von Frauen* und Mädchen* — ist keine abstrakte Statistik, sondern Ausdruck tief verwurzelter geschlechtsspezifischer Gewalt und struktureller Ungleichheit. Jede betroffene Person ist ein verlorenes Leben, jede Tat eine Herausforderung für unsere Gesellschaft.
Aktuelle Situation
Im Rahmen der diesjährigen Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ hat die Stadt Innsbruck auf dem Landestheaterplatz eine temporäre Mahn- und Erinnerungsinstallation errichtet — ein wichtiges Zeichen und Ausdruck der Solidarität. Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich. Sie macht sichtbar, dass Gewalt an Frauen* kein „Privatproblem“ ist, sondern uns alle angeht — und dass Innsbruck Haltung zeigt.
Allerdings hat die Installation nach meinem Eindruck keine dauerhafte Verankerung: Sie ist aus Holz errichtet und scheint nicht fest im Boden verankert zu sein — und damit keinesfalls als bleibender Teil des städtischen Gedächtnisses und öffentlichen Raumes ausgelegt.
Warum ein permanentes Mahnmal notwendig ist
- Erinnerung statt Vergessen: Ein dauerhaftes Mahnmal erinnert kontinuierlich an alle Opfer von Femiziden — nicht nur temporär während einer Kampagne.
- Öffentlicher Raum als Ort der Verantwortung: Gewalt gegen Frauen* ist kein verstecktes Problem — sie berührt unsere Gemeinschaft. Eine permanente Installation im Stadtbild signalisiert: Wir schauen hin, wir vergessen nicht, wir übernehmen Verantwortung.
- Bewusstsein und Diskussion aufrechterhalten: Eine dauerhafte Präsenz regt Passantinnen, Bewohnerinnen und Gäste der Stadt auch außerhalb zeitlich begrenzter Kampagnen zum Nachdenken an — über Ursachen, Prävention und Solidarität.
- Sichtbarkeit für Betroffene und Hinterbliebene: Für Angehörige und alle, die unter Gewalt leiden mussten, wäre ein festes Mahnmal ein Zeichen: Ihr Schmerz, Ihre Verluste zählen — und werden nicht ignoriert.
Was ich vorschlage:
- Die permanente Installation am Landestheaterplatz bzw. ein neuer Standort mit zentraler, gut frequentierter Lage um das Mahnmal dauerhaft und fest im Stadtbild zu verankern.
- Das Mahnmal bewusst als Ort der Erinnerung, Mahnung und Solidarität zu gestalten — mit klarer Botschaft gegen patriarchale Gewalt, mit Respekt gegenüber den Opfern und mit Appell an Verantwortung und Schutz.
- Öffentlichkeitswirksame Begleitung: Information, Aufklärung, Debatte — damit das Mahnmal nicht allein ein Zeichen bleibt, sondern Teil einer gesellschaftlichen Bewusstseinsveränderung wird.
Schlussgedanke
Das bereits aufgestellte Mahnmal am Landestheaterplatz zeigt: Innsbruck ist bereit, über Worte hinauszugehen. Jetzt braucht es den Schritt zur Beständigkeit. Ein permanentes Mahnmal gegen Femizide wäre weit mehr als ein Kunstwerk — es wäre ein klares Zeichen, dass Erinnerung, Respekt und Schutz in unserer Stadt einen festen Platz haben.
Mit diesem Antrag bitte ich die Stadt und alle Entscheidungsträger*innen: Lasst dieses Zeichen bleiben — für heute, morgen und alle Zukunft.
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