Hallo Wolfgang,
vielen Dank für deine zahlreichen Ideen für ein kühleres Innsbruck!
Alle eingereichten Ideen wurden einzeln von einer Fachjury gesichtet und nach den Punkten Wirksamkeit, Realisierbarkeit und Finanzierbarkeit bewertet.
Zu deinen Ideen können wir dir folgende Rückmeldung geben:
Hellere Beläge werden aktuell bei neuen Platzgestaltungen bereits beachtet und genutzt. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Oberflächen nicht zu hell und zu sehr reflektierend sein dürfen, da sonst ein Aufenthalt auf dem jeweiligen Platz für die Augen unangenehm sein kann. Beispielsweise wurde die Pflasterung bei der Neugestaltung des DDr.-Alois-Lugger-Platzes so hell wie möglich und dennoch möglichst angenehm fürs Auge gewählt.
Straßen werden nach wie vor eher schwarz asphaltiert. Hellere Asphaltbeschichtungen oder Asphaltmischungen, die potentiell weniger Hitze emittieren, wären mit signifikanten Mehrkosten verbunden und können daher nur punktuell eingesetzt werden. Ebenso wären wasserdurchlässige, gebundene Wegedecken mit Natursteinen sehr kostspielig, wobei bei manchen Projekten mit diesem Material gearbeitet wird.
Die Thematik der helleren Beläge bei Umgestaltungen wird weiterhin berücksichtigt werden.
Bäume werden bereits mit dem gesamtstädtischen Projekt „Baumreihenkonzept“ in der Stadt Innsbruck berücksichtigt. Kern des Konzepts ist folgendes: wenn eine Straße oder ein Platz aufgrund einer Baustelle geöffnet wird, werden dabei mögliche Baumpflanzungen realisiert, wenn das Budget es zulässt. Dabei wird darauf geachtet, dass Bäume an geeigneten Plätzen gepflanzt werden, an denen sie auch gut wachsen können. An manchen Orten werden eingepflanzte Bäume nicht als sinnvoll gesehen wie beispielsweise auf Plätzen, die gleichzeitig Raum für Veranstaltungen und eine flexible Nutzung bieten. Hier kann in Zukunft vermehrt mit mobiler Begrünung gearbeitet werden. Also mit Bäumen und Sträuchern in Trögen, deren Position verändert werden kann.
An manchen Orten wird eine Begrünung nicht als sinnvoll erachtet wie beispielsweise auf Plätzen, die gleichzeitig Raum für Veranstaltungen und eine flexible Nutzung bieten. Hier kann in Zukunft vermehrt mit mobiler Begrünung gearbeitet werden. Also mit Bäumen und Sträuchern in Trögen, deren Position verändert werden kann.
Sonnensegel werden von den Expert:innen punktuell für wirksam und realisierbar gehalten. Dies wird in den Hitzeaktionsplan 2025 mit aufgenommen und mögliche Räume für die Installation solcher Sonnensegel werden geprüft. Bei den Innsbrucker Spielplätzen werden punktuellen Sonnensegel bereits erfolgreich umgesetzt.
Ganze Straßenzüge mit Sonnensegeln zu beschatten wird in den Innsbrucker Straßen als unrealistisch bewertet. Aspekte wie Denkmalschutz, Anbringung, Wartung und Wind spielen dabei eine große Rolle.
Die Idee von der Überdachung von Parkplätzen mit Photovoltaik-Anlagen erachten wir prinzipiell als gut, aber der Stadtmagistrat Innsbruck steht bei der Umsetzung eines derartigen Vorhabens vor großen Herausforderungen. Zum einen befinden sich viele der von ihnen genannten Parkflächen auf Privateigentum, wie etwa der gesamte DEZ-Parkplatz. Zum anderen würde der Betrieb einer engen Kooperation mit einem etablierten Elektrizitätsanbieter bedürfen, um speziell Überschüsse in das Stromnetz zurückspeisen zu können. Auf Grund dessen, dass der Stadtmagistrat Innsbruck im Stadtgebiet von Innsbruck für gewöhnlich nicht als Elektrizitätsanbieter auftritt, wäre für den Verkauf des produzierten Stroms eine Übereinkunft mit einer Partnerorganisation erforderlich, die im Moment noch nicht besteht.
Das Element Wasser zur Kühlung der Stadt wird in den Hitzeaktionsplan aufgenommen. Wasser als Kühlung in verschiedenen Formen wird jedoch in Zukunft vermehrt in Innsbruck zu einem angenehmeren Aufenthalt beitragen.
Bezüglich deinem Brunnenvorschlag können wir dir mitteilen, dass seitens des Landes Tirol ein Trinkwasser-Mapping gestartet wurde, bei welchem auch Innsbruck teilnimmt und die bereits existierende Brunnen mit Trinkwasserqualität auf einer online-verfügbaren Landkarte angezeigt werden, wobei diese Liste im Falle von Innsbruck bis zum Herbst weiter ergänzt werden wird.
Danke, dass du Innsbruck mitgestaltest. Wir freuen uns über weitere Ideen von dir.
Liebe Grüße
Team Hitzeaktionsplan
Hell, grün, schattig und feucht
Von "Hitzeaktionsplan"
Zum Projekt
Es wird nicht die eine Lösung geben, sondern einen guten Mix aus verschiedenen Maßnahmen brauchen. Nachfolgend ein paar Gedanken dazu.
- Helle Farben Dächer, helle Farben für versiegelte Bodenflächen (Gehsteige, Plätze, wo möglich evtl auch Straßen, ...) großflächig einsetzen. Helle Oberflächen heizen sich markant weniger auf.
- Entsiegeln wo möglich, Bäume, grüne Fassaden, viel mehr grün auf und rund um große Plätze (zb Landhausplatz, uvm.)
- Kreative Schattenelemente über noralgische Hitzeinseln: zb Bäume, Sonnensegel, PV-Anlagen über große versiegelte Parkflächen (zb in Rossau bzw rund ums DEZ) ... letzteres bringt zwar hitzetechnisch nur bedingt was, aber man nutzt die Fläche zumindest zur Energiegewinnung
- Einsatz von Wasser: zB Brunnen, Wasserflächen, wo möglich künstlich erzeugte Fließwasserelemente, Wasser-/Sprühnebel bei großen Flächen (zb Landhausplatz, etc), Stichwort Verdunstungskühlung
Offizielle Updates
Letztes Update: 3. Juni 2025
Veröffentlicht am 3. Juni 2025-Letzte Bearbeitung am 3. Juni 2025
Kommentare
Teilen
Gepostet von
Aktueller Status
Wird weiterverfolgt
