Fahrradstraßen für zentrale Radachsen umsetzen
Von "Du hast einen Vorschlag?"
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In Innsbruck gibt es viele Straßenzüge mit sehr hohem Radverkehrsaufkommen. Gleichzeitig sind die Fahrbahnen oft eng und lassen ein sicheres Überholen durch Autos kaum oder gar nicht zu. Besonders deutlich wird dies zum Beispiel in der Müllerstraße (R1), Schöpfstraße (R1), Fallmerayerstraße (R1), Templstraße (R1), Sebastian-Kneipp-Weg (R1), Karwendelstraße (R1), Pradler-Straße (R1), Speckbacherstraße (L1), Adamgasse/Karmelitergasse (L1), uvm. Diese Verbindungen sind nicht nur wichtige Alltagsrouten für Schüler:innen, Pendler:innen und Alltagsradverkehr, sondern wurden auch im Masterplan Radverkehr der Stadt Innsbruck als zentrale Achsen definiert.

Um hier mehr Sicherheit und Klarheit zu schaffen, soll die Stadt Innsbruck diese Straßen entweder sofort als Fahrradstraßen einführen oder – falls aus Teilen der Verwaltung/Politik zu große Bedenken bestehen – im Rahmen eines sechsmonatigen Testbetriebs prüfen lassen. Ein solcher Test sollte wissenschaftlich begleitet werden, um belastbare Daten zur Verkehrssicherheit, zum Verkehrsfluss und zur Akzeptanz zu gewinnen. Damit ließe sich die Diskussion endlich auf eine objektive Grundlage stellen und die Planung an den tatsächlichen Bedürfnissen ausrichten.
Eine Fahrradstraße ist in der Straßenverkehrsordnung eindeutig geregelt (§ 67 StVO). Der Radverkehr hat hier Vorrang, Radfahrende dürfen nebeneinander fahren, und Autos sind als Gast zugelassen. Motorisierte Fahrzeuge müssen sich dem Tempo der Radfahrenden anpassen, gefährliche Überholmanöver sind nicht zulässig. Diese Rechtslage ist klar und bundesweit gültig, sie erfordert lediglich die entsprechende Beschilderung durch die Stadt. Gerade in Straßen mit hohem Radverkehrsaufkommen ist die Einführung einer Fahrradstraße daher eine einfache, rechtlich abgesicherte und sofort wirksame Maßnahme, um Sicherheit und Lebensqualität zu erhöhen.
Die Stadt Brügge zeigt, wie einfach es geht: Dort wurden 90 Straßen in Fahrradstraßen umgewandelt. Weil das Konzept so erfolgreich war werden ab 1. Oktober insgesamt 390 Fahrradstraßen mit 87 Kilometern Länge zur Fahrradzone erklärt. Ohne teure bauliche Maßnahmen, nur mit Beschilderung und Markierung. (Quelle: Stadt Brügge). Brügge hat übrigens 119.000 Einwohner.
Die Umsetzung in Innsbruck wäre ein konsequenter, kostengünstiger und wichtiger Schritt, um den im Masterplan Radverkehr formulierten Zielen gerecht zu werden. Sie würde dazu beitragen, zentrale Verkehrsachsen konfliktfreier zu gestalten und Innsbruck näher an das Ziel einer modernen, klimafreundlichen und verkehrssicheren Stadt zu bringen.
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Der Vorschlag wurde bearbeitet und offiziell beantwortet.
